Wanderung Sebnitz – Gerstenberg – Hasenberg – Sebnitz
Wanderung zur Salzsäule Ruhebänke
Die Wanderung von Sebnitz auf den 532 m hohen Gestenberg ist eine schöne Runde, die Ihr zumeist in beschaulicher Ruhe bewandern könnt. Startpunkt der kleinen Rundwanderung ist der große, kostenfreie Parkplatz am Sparkassen Waldstadion Sebnitz. Von hier aus führt der Wanderweg (Markierung: blauer Strich), vorbei am Flugmodellsport-Zentrum, um das Stadiongelände herum in den Wald. Nach wenigen hundert Metern kommt Ihr an eine Weggabelung, an der der Weg zum Gelände des Westernvereins Westernvillage e.V. Sebnitz abzweigt. Wir aber gehen weiter in Richtung Peststein – Ruhebänke. Etwas weiter, dem Weg folgend biegt links ein schmaler Pfad zum Peststein ab. Dem wollen wir folgen, denn der Peststein gehört zur mittelalterlichen Historie der Stadt Sebnitz und erinnert mit einer beschrifteten Steintafel an Ereignisse im Jahr 1680, als die Pest auch diese Region Sachsens heimsuchte. In der Nähe des Peststeins können Geocacher auch den ersten Cache dieser Wanderung mit dem Namen Die Pest am Hals finden.
Wir gehen nun den selben Weg zurück zum markierten Wanderweg und steigen gemächlich bergan. Vorbei an wassertechnischen Anlagen, die ihr auf dieser Wanderung noch ein paar mal sehen werdet, erreichen wir zunächst eine Schutzhütte. Hier könnt Ihr etwas ausruhen, wenn ihr wollt. Der Aussichtspunkt ist derzeit etwas verwachsen. Weiter geht es bis zu einer Kreuzung am Waldesrand, an der der breite Weg zum Skihang und der Salzsäule abbiegt. Könnt Ihr nicht verfehlen, ist alles gut ausgeschildert. Der Anstieg ist moderat, der Weg breit und befestift. Am Ende des Weges findet ihr ein Lichtung, an der Ihr rechts über einen kleinen Weg zur Historischen Triangulationssäule Ruhebänke gelangt.
Hier oben auf der Bergkuppe ist es herrlich ruhig, der ideale Platz zum ausruhen, picknicken und entspannen. Denn auf den Gerstenberg (Ruhebänke) verirren sich nur selten viele Wandersleute. Der Platz bietet keine eine schöne Aussicht, die Bergkuppe ist bewaldet. Auch das hier auf dem Gerstenberg 1890 erbaute Ausflugslokal gibt es schon lange nicht mehr. Ausserdem, das macht den Gerstenberg interessant für Wanderer und Geocacher, steht hier auf der Bergkuppe die Historische Triangulationssäule Ruhebänke und auch der Cache Gerstenberg (Solný sloup) ist hier versteckt. Nehmt Euch die Zeit, die Informationstafel zu lesen, ist interessant und erklärend. Auf der Rückseite gibt es die Informationen auch in tschechischer Sprache. Finde ich gut, denn auch tschechische Wanderfreunde kommen hier hoch.
Triangulation, das Aufteilen einer Fläche in Dreiecke und die Vermessung dieser, ist das klassische Verfahren der Geodäsie zur Landesvermessung. Die Nagelsche Säule diente also der Landesvermessung und wird, da sie an der alten Salzstrasse steht, umgangssprachlich einfach “Salzsäule” genannt. Die Geocacher werden sicher das Schatzkätchen schnell gefunden haben. Und schon sind wir wieder auf dem Weg, den wir gekommen sind und wandern talwärts.
Bekannt und beliebt, vor allen unter den Wintersportfreunden, ist der Skihang mit Lift auf dem Hang hinunter nach Rugiswalde, an dem wir unweit der Salzsäule auf dem Rückweg vorbei kommen. Eine kurze Stipvisite an der Piste läßt Zeit und Muße für ein paar Bildimpressionen. Dem Wanderweg folgend gelangen wir schließlich an die Kreuzung, an der die Straße nach Rugiswalde von der Straße Sebnitz-Neustadt abzweigt. Hier müssen wir die Fahrbahn überqueren und stehen vor der Frage, ob wir die Wanderung auf dem Wanderweg in Richtung Ungerberg mit seiner Gaststätte, dem (leider geschlossenen) Aussichtsturm und dem Geocache Unger II fortsetzen oder schon von hier aus nach Sebnitz zurückwandern? Ich entschied mich für die zweite Option und wanderte auf dem asphaltierten Weg (Markierung: roter Strich), der auch als Radweg genutzt wird) wieder in Richtung Sebnitz. Links die leider schon lange geschlossene und verfallende Gaststätte “Stiller Fritz”, rechterhand ein schöner Blick in die Sächsische Schweiz, gute Fernsicht vorausgesetzt (die mir an diesem Tag leider versagt blieb). Der Weg kommt am Bahnübergang Nasser Weg wieder aus dem Wand, verläuft teilweise neben der Bahnstrecke der Sebnitztalbahn (Sächsischen Semmeringbahn). Wir überqueren nun den Bahnübergang und biegen gleich wieder links in den Weg ein. Der Wanderweg um den Hasenberg zweigt etwa 50 Meter weiter rechts ab. Geht man geradeaus weiter, so kommt man auch zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück. Wer möchte, der kann bis zum Waldrand laufen, da gibt es eine Informationstafel mit einem kleinen Rastplatz (Bank mit Tisch) für eine kleine Rast.
Wir aber folgen der Markierung roter Strich um den Hasenberg herum. Der Weg steigt morderat an, führt am Waldrand entlang. Für einen besseren Blick auf Sebnitz verlasse ich kurz den Weg, der nun ins Tal hinab führt. Von einer Baumgruppe rechts des Weges, zu der ein kleiner Pfad durch die Wiese führt, eröffnet sich mir ein schöner Blick auf Sebnitz und den Tanzplanturm. Schauen, genießen und zurück auf das letzte Stück des Weges, der mit dem Erreichen der Straße und dem kurzen Stück auf dem Fußweg zum Parkplatz am Sparkassen Waldstadion zurück zum Ausgangspunkt der kleinen Wanderung führt.
Daten der Wanderung
Streckenlänge: 9,1 km
Gehzeit: 3 Stunden
Höhenprofil dieser Wanderung
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